Gemeinwohl statt Nützlichkeitsdiktat

Stellungnahme zum Zeitungsartikel „Es gibt Orte, die nicht mehr existenzfähig sind“

Wie lange noch wollen wir uns einem Wirtschaftssystem unterwerfen, das den Menschen nur nach seiner Nützlichkeit beurteilt? Wie lange noch wollen wir Wissenschaftler finanzieren, die den Menschen auf eine ökonomische Zahl reduzieren? Wenn wir diesen Trend nicht stoppen, werden irgendwann einmal die „Nützlichen“ geklont und die „Unbrauchbaren“ vernichtet. Letzten Endes ist dieses Denken genauso undemokratisch wie die Geister, die in den von der Wirtschaft und Politik vernachlässigten Gebieten wieder groß werden.

Eine am Gemeinwohl orientierte Politik hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu setzen und steuernd einzugreifen, wo die Menschen aus dem Blickfeld geraten. Und sie wird auch nicht den Irrsinn weiter treiben, dass einerseits Gebiete veröden und andererseits in den Metropolen der Wohnraum immer knapper und teuerer wird. Die Frage der Verteilungsgerechtigkeit und der Chancengleichheit darf uns nicht aus den Augen geraten, sonst gibt es keine Zukunft für alle. Walter Stadelmann

Aufgegebener Friedhof in Sachsen-Anhalt

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