Wir schützen die Landwirtschaft vor der Gentechnik und bieten Bayerns Bauern einen Existenzsicherungsvertrag an – für Gegenwart und Zukunft! (Gründe 92 – 95)

Grund Nr. 92

Der Freistaat Bayern muss sich in seiner Verfassung als Standort der gentechnikfreien Landwirtschaft festlegen.

Die Manipulation von Genen und die Freisetzung von genveränderten Organismen stellt überall ein nicht zu verantwortendes Risiko dar. Die vielfältigen Risiken für Imker, biologisch und konventionell wirtschaftende Landwirte sowie für Wildpflanzen und Wildtiere sind besonders hoch. Der hart erkämpfte Politikwechsel in diesem Bereich muss durch eine klare Verfassungsaussage festgeschrieben werden. EU-Recht darf naturwissenschaftliche Erkenntnisse, Selbstbestimmung und ethische Überzeugungen nicht aushebeln.

Grund Nr. 93

Bayern muss den Liberalisierungstendenzen bei der Gentechnik Widerstand entgegensetzen!

Regionale gentechnikfreie Landwirtschaft ist durch den Lobbyismus internationaler Konzerne bedroht. Über EU-Regelungen soll der Anbau genmanipulierter Pflanzen ermöglicht werden. Der Freistaat Bayern muss sich dieser Tendenz auf allen Ebenen widersetzen und vor allem die „Nulltoleranz“ bei gentechnisch verändertem Saatgut verteidigen.

Grund Nr. 94

Lebensmittelversorgung und Lebensmittelsicherheit durch heimische bäuerliche Landwirtschaft sind vorrangige Ziele!

Ökologische und soziale Erzeugungsstandards sind von elementarer Bedeutung. Der ungezügelte, subventionierte globale Austausch von Agrarerzeugnissen birgt nicht nur eine finanzielle Bedrohung für unsere Landwirte, sondern auch unkontrollierbare Gefahren für die Gesundheit der Verbraucher. Überschüsse müssen durch flexible Anpassung des Angebotes an die Nachfrage vermieden werden. Fruchtfolge statt Monokultur vermindert das Risiko des Preisverfalls durch Überangebot und minimiert Ernteausfallrisiken. Der konzerngesteuerten Marktpolitik ist EU-weit Einhalt zu gebieten. Grundsätzlich ist die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe durch gerechte Preise zu sichern. Der Einfluss der Abnehmer- und Verarbeitungskonzerne ist zurückzudrängen.

Grund Nr. 95

Ein Existenzsicherungsvertrag für alle Bauern in Bayern muss den Landwirten Sicherheit geben und die Pflege der Kulturlandschaft honorieren.

Die Direktzahlungen an Landwirte müssen verbindlich an einfache, aber wirksame ökologische und soziale Standards gebunden werden.

Wir fordern eine Markt- und Subventionspolitik, die vorrangig die Arbeit und nicht die Fläche bevorzugt. Dadurch wird die ökologische und bäuerliche Landwirtschaft aufgewertet und der Bedrohung ihrer Existenz begegnet. Außerdem sind Agrarumwelt-, Klima-, Kultur- und Naturschutzmaßnahmen der bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft als gesellschaftliche Aufgabe zu werten und zu fördern. Exportsubventionen sind ersatzlos zu streichen.

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