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Wie Integration gelingt

In der Nachbetrachtung zum schrecklichen Messer-Attentat von Würzburg wurde Bundesinnenminister Horst Seehofer befragt und äußerte sich zu seiner Aufgabe der Gestaltung der Integration. Dabei wird zunehmend deutlicher, dass der Würzburger Täter massive psychische Störungen hatte. Deshalb stellt sich hier auch die Frage nach der gesundheitlichen Versorgung von Asylbewerbern, um solche schrecklichen Ereignisse zukünftig zu verhindern.

Seehofers Sorge um die Integration in Deutschland kommt spät und hätte uns vielleicht manches Opfer ersparen können. Denn in den letzten Jahren war die Asylpolitik von ihm und seinen Parteifreunden eher geprägt von Abschreckung („Duldung light“) und der Reduzierung, z. B. der Asylberatung in Bayern (Ministerpräsident Söder).

Bei der Integration sind die ersten 5-7 Jahre entscheidend und legen eine Basis, ob wir es schaffen, Menschen aus anderen Ländern und Kulturen hier den Weg in unsere Gesellschaft zu ebnen. Gelingt dies aus unterschiedlichen Gründen (Bildung, prekäre Arbeitsverhältnisse) nicht, so besteht die Gefahr der Entwicklung von Parallelgesellschaften. Und damit die Gefahr der Radikalisierung der perspektivlosen Mitbürger.

Viele Flüchtlinge sind traumatisiert und brauchen hierzu Angebote und eine gute Begleitung in den ersten Jahren des Ankommens. Dabei können sich ehrenamtliche und professionelle Angebote ergänzen. Auch im Bereich der Bildung und beruflichen Integration könnte deutlich mehr laufen. Das Wissen dazu ist da, auch viele engagierte Menschen, aber sie wurden in den letzten Jahren zunehmend ausgebremst. Deshalb ist hier ein politischer Richtungswechsel notwendig!

Walter Stadelmann, Schwarzenbruck

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